Deutsche Gesellschaft für angewandte Humanparasitologie
 

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Zecken, zoologisch faszinierend - medizinisch von großer Bedeutung und für den Menschen gefährlich!


Zecken: zoologisch faszinierend

Die Verwandten der Zecken
Zecken haben eine illustre Verwandtschaft: sie gehören zu den Spinnentieren. Diese sind wiederum fast ausnahmslos Räuber mit verschiedenen erfolgreichen Strategien. Hierzu gehören Skorpione ebenso wie Milben, Schwarze Witwen, marine Pfeilschwanz-'Krebse' (keine echten Krebse), unsere Web- und tropische Geißelspinnen (s. Bildtafel 1). Sie haben vielfältige Lebensform-Typen hervorgebracht. Zecken haben 4 Beinpaare und sind deshalb keine Insekten, die 3 Beinpaare besitzen.

Lebensweise
Allen Spinnentiere sind Räuber oder Parasiten; ihnen ist gemeinsam, dass sie ihre Nahrung verflüssigen und sie dann aufsaugen: die kleinen unter ihnen (z.B. Hausstaubmilben) lösen Mikroorganismen und Hautschuppen auf. Die großen öffnen ihre Opfer - wirbellose Tiere und Wirbeltiere- mit messerscharfen Mundwerkzeugen und injizieren ihren Speichel aus einer Speicheldrüse und Verdauungssaft aus dem Darm in die entstandene Wunde. Nach enzymatischer Auflösung der inneren Organe des Beutetieres saugen sie den Inhalt aus. Die Zecken haben diese Art der Ernährung beibehalten. So kommt es, dass FSME-Viren über die Speicheldrüsen und die Borrelien mit dem Mitteldarmsaft in den Menschen injiziert werden. Die Zusammensetzung der abgegebenen Enzyme ist genau auf das Beutespektrum abgestimmt.

Die weitweit verbreiteten Schildzecken, zu denen auch Ixodes ricinus gehört, können ein-, zwei- und 3-wirtig sein; Ixodes ricinus, bei uns die häufigste Zeckenart muss 3 Wirte aufsuchen, ehe eine Generation fertig ist (s.u.). Besonders häufig ist sie in lichten Mischwald-Gebieten mit hohem Aufkommen an Klein- und Großsäuger - Populationen anzutreffen. Reptilien und Vögel können ebenfalls befallen sein, wobei Vögel die Zecken auch in andere Gebiete verschleppen können.

Weitere Zeckenarten in Europa
  • Ixodes persulcatus; I. triangulus
  • Dermacentor reticulatus; D. marginatus
  • Rhipicephalus sanguineus
  • Haemaphysalis punctata
Dermacentor Haemaphysalis Rhipicephalus
Abb. 1a: Dermacentor Abb. 1b: Haemaphysalis Abb. 1c: Rhipicephalus

Verhalten der Zecken
Zecken lauern ihren potentiellen Wirten mit nach vorne und oben gestreckten Vorderbeinen auf (Abb. 2), um sich sofort mit einem Greifreflex an ihnen festkrallen zu können. Das kann gut mit einer 'Zeckenflagge' (trocken und geruchsfrei) nachgeahmt und demonstriert werden.

Zecke in Lauerstellung Zeckenflagge
Abb. 2: Zecke in Lauerstellung Abb. 3: Zeckenflagge

Hier handelt es sich um ein Betttuch, das quer an einer Holzstange befestigt wird (Abb3). Diese Flagge dient auch, um einen Überblick über die Anzahl von Zecken in einem Areal zu erhalten und um die prozentuale Anzahl der Zecken mit Borrelien abschätzen zu können. Die 'Zeckenflagge' wird in ihrer vollen Länge und Breite langsam über die Vegetation in unterschiedlicher Höhe gezogen, dann langsam umgedreht (Adulti fallen sonst leicht zu Boden). Der Grund ist aus Abb. 4 zu erkennen: die einzelnen Zeckenstadien richten sich entsprechend dem Vorkommen ihrer natürlichen Wirte auf unterschiedlicher Höhe ein.

Entgegen einer früheren Auffassung lassen sich die Zecken nicht von den Bäumen auf ihre potentiellen Opfer fallen! Kleine Larven (etwa so groß wie ein Punkt in diesem Kapitel) kommen in der Vegetation bis zu einer Höhe von maximal 30 cm über dem Boden vor (Abb. 4, Säule 3). Ihre (ersten) Wirte sind kleine Säugetiere des Waldes (s. Abb. 5). Rötel- und Gelbhalsmaus unter ihnen sind Reservoire für Borrelien. In den jüngeren Stadien spielt beim Klettern möglicherweise auch der Umgang mit den Energie-Reserven eine Rolle. Nymphen halten sich bis zu 50 cm Höhe in der Vegetation auf, da sie sich schon an alle möglichen Wirte anklammern, deren Haut anritzen und Blut saugen können (Abb. 4, Säule 2).

Hier ist der Mensch auch schon gefährdet, denn die Nymphen nehmen die großen Säuger incl. Mensch ins Visier. Höher brauchen sie auch nicht zu klettern, denn sie erreichen alle Wirte, die sie erreichen wollen. Am höchsten steigen die jungen Männchen und Weibchen empor, nämlich auf ca. 80 cm (Abb. 4, Säule 1). Im Winter suchen die Zecken Schutz unter Laubstreu des Waldbodens (Abb. 4, Säule 4) bis zu einer Tiefe von ca. 10 cm.

Entwicklungszyklus
Die Entwicklung der Zecken ist in Abb. 5 dargestellt und zeigt, dass sie wenigstens ca. 3 Monate benötigen, um einen Zyklus zu beenden. Sie gehen dabei dreimal 'zu Boden'! Es kann aber auch 85 Wochen, sogar bis Jahre dauern, bis die Zecke sich von der Larve an bis zur Eiablage entwickelt. Folgende Vorgänge spielen sich ab:

Die Kopulation erfolgt auf dem Wirt, wo die erwachsenen Tiere bis zu 2 Wochen Blut saugen und sich finden. Das Männchen stirbt danach ab, die Weibchen fallen zu Boden und legen dort je nach Umgebungs-Klima wenige Tage lang ca. 2000 Eier. Dann stirbt es ebenfalls. Aus den Eiern schlüpfen Larven mit 3 Beinpaaren, die ihre ersten Wirte, Kleinsäuger, befallen. Nach einer Blutzeit von ca. 3-5 Tagen lassen sie sich auf den Boden fallen, häuten sich innerhalb von 5-7 Wochen zur Nymphe und suchen ihren zweiten Wirt auf (in Abb. 5 symbolisiert durch ein Kaninchen); dieser kann schon größer sein und eine dickere Haut haben. Auch der Mensch gehört dazu. Vollgesogen fallen die Nymphen ebenfalls zu Boden, bleiben dort 3-38 Wochen. In dieser Zeitspanne häuten sie sich zu differenzierbaren jungen Männchen und Weibchen und warten auf ihren 3. Wirt. Hierzu gehören auch wiederum der Mensch und größere Tiere. Ist ein solcher Wirt gefunden, suchen sich die Partner und kopulieren. Das Weibchen saugt soviel Blut, dass es vollgesogen das 200-fache ihres Eigengewichtes erreicht, denn es braucht Energiereserven für ihre ca. 2000 Nachkommen.

Die wichtigsten Organe zum 'Überleben'
Zunächst müssen die Zecken den Wirt erreichen und sich für das Überleben auf dem Wirt 'orientieren' und verankern können. Hierzu dienen ihnen Sinnesorgane, Mundwerkzeuge, Speicheldrüsen und Verdauungssaft. Ihr Zusammenspiel ist perfekt: schliesslich muss Ixodes ricinus 3-mal den Wirt wechseln (s.o.), ehe eine Generation komplett ist Die für uns gefährlichen Schildzecken sollen daher hier in ihrer Struktur-Analyse vorgestellt werden (Abb. 6).

Mundwerkzeuge Zecken Zeckenflagge
Abb. 6: Zecken-Mundwerkzeuge a) von unten gesehen b) in Aufsicht
Ch: skalpellartig arbeitende Chelizeren, HF: Haft- und Greiffuß, HO: Haller'sches Organ zur Sinneswahrnehmung, HY: beim Einstechen dübelartig wirkendes 'Hypostom', K: 'Köpfchen' , Ped: Tastorgan, SF: Sinnesfeld, 1-4 Beinpaare, Pfeile deuten Schneide-Richtung der Ch an; Raster Elektronen Mikroskopische Aufnahmen

Die Strukturen in Abb. 6a und b sehen aus wie Marterwerkzeuge: lange Beine mit Krallen (1-4), Widerhaken (HY) und skalpellartige kleine Messer (CH). Hinzu kommen feine Sinnesfelder und Sinnesgruben (SF, HO). Alles wird nacheinander eingesetzt.

Das Abstreifen von der Vegetation und Erreichen des Wirtes geschieht rein mechanisch mit einem Greifreflex der vorderen Beine. Sie krallen sich (wie an der Flagge, s.o.) mit ihren Haken an Kleidungsstücken oder auf der Haut fest. Mit Hilfe der Tasthärchen oder Sinnesborsten tasten sie sich über die Kleidung in Richtung Körper, falls nicht schon direkt dort 'gelandet'. Es dauert eine Zeit (bis zu Stunden), bis ihre Sinneshaare eine geeignete Stelle signalisieren. Dort beginnt das rasche Einbohren.

Die Entfernung einer Zecke
Nachdem die Kopfstrukturen in Abb. 6 vorgestellt wurden, ist bei Ixodes ricinus das dübelartige Hypostom allein für die Verankerung verantwortlich. Abb. 7 zeigt den richtigen Ansatz einer gebogenen spitzen Pinzette, die zwischen Haut und 'Köpfchen' angesetzt werden sollte. Nach kurzem Hin- und Herbewegen die Zecke ruckartig herausziehen. Es ist normal, wenn an der Einstichstelle für einige Tage eine Rötung zu sehen ist. Diese Entzündung ist eine Immunantwort auf die von der Zecke eingegebenen Fremdeiweiße. Größe und Intensität des Juckreizes sind individuell unterschiedlich. Das Erythem, das mit einer Borelliose in Verbindung stehen kann, tritt erst nach einigen Tagen bis Wochen ein. Typisch ist eine Vergrößerung der roten Stelle, die in der Mitte langsam aufhellt. Bei Zweifeln bitte den Arzt konsultieren.

Zeckenpinzette Hypostom Zeckenzange
Abb. 7: geeignete Pinzette zur Zeckenentfernung Abb. 8: dübelartiges Hypostom Abb. 9: falscher Ansatz einer Zeckenzange

Eine Einhaltung einer Drehrichtung ist nicht erforderlich, da am Hypostom kein Gewinde existiert (Abb.8). Bei der Verwendung anderer angebotenen Zeckenzangen ist es wichtig, dass sie nicht zu hoch angesetzt wird (Abb. 9) und Vorder- oder gar Hinterkörper einklemmt! Man würde das erreichen, was man verhindern will: FSME-Viren bzw. Borrelien würden auf diese Weise in den Körper gepumpt werden. Weitere Infos, z.B.: http://www.medizinfo.de/waldundwiese/zecken/fragen.htm und http://www.ropf.bayern.de/leistungen/gesundh/info/zecken/zecken.htm.

Zecken: medizinisch von großer Bedeutung

Schild-Zecken selbst sind ungefährlich, sie lassen sich gut und schnell entfernen (s.o.) und hinterlassen allenfalls temporär einen Juckreiz. Weltweit spielen die Zecken als 'Vektoren' jedoch eine große Rolle: wenn sie mit Krankheitserregern infiziert sind, können diese bei der Übertragung nicht nur bei uns und unseren nächsten Haustieren gesundheitliche Probleme hervorrufen, sondern sie bewirken zusätzlich weltweit bei Rindern und Schafen hohe wirtschaftliche Schäden.
Einige Beispiele: Die von ihnen injizierten Erreger reichen von Viren bis zu Haarwürmern (Filarien). Die FSME -Viren und Borrelien werden in Kapitel 3 weiter unten behandelt.

FSME-Viren Borrelien Rickettsien Babesia Herzwurm
Abb. 10: FSME-Viren*

Abb. 11: Borrelia sp. fluoreszierend
in Erythrozyten*
Abb. 12: Rickettsien*

Abb. 13: Babesia sp.

Abb. 14: Herzwurm* (Filarien, Herzkammer)

* Fotos aus Internet: Stichwort-Suche, dann auf 'Bilder' klicken

Rickettsien
Als Rickettsien (z.B. Ehrlichien, Anaplasmen) werden Organismen zusammengefasst, die beim Menschen, seinen Haustieren und Wildtieren intrazellulär parasitieren (Abb. 12) und oft zwischen den Viren und Bakterien eingeordnet werden. Nicht nur Säugetiere, sondern Vögel und auch Gliederfüßer (wirbellose Tiere) können befallen sein. Beim Menschen vermögen Rickettsien unterschiedliche Krankheiten (Rickettsiosen) zu bewirken, z.B. Fleckfieber (syn. Typhus exanthematicus), Rickettsienpocken, Brill-Zinsser-Krankheit, Boutonneuse-Fieber (Mittelmeer-Zeckenfleckfieber) und das Rocky-Mountains-Fleckfieber. Vektoren hierfür sind auch Milben, Flöhe und Läuse. Mehr unter: http://www.vu-wien.ac.at/i116/oegtp/downloads_oegtp/oegtp_080507_walochnik.pdf http://www.windhunde-sind-jagdhunde.de/wsj-ehrlichose.pdf

Babesien
Babesien (Abb. 13) sind birnenförmige Einzeller, die meist paarweise in die roten Blutkörperchen von z.B. Nagetieren, Rindern, Pferden und dem Menschen eindringen und dort leben. Sie werden während einer Blutmahlzeit von Zecken aufgenommen. In diesen vermehren sie sich und werden dann von einem Zeckenstadium zum anderen 'intern' weitergegeben (transstadial). Bei den jungen Zecken-Weibchen wandern die Babesien in das Ovar und dringen in die Eier ein. Daher ist schon jede Zeckenlarve infiziert, wenn sie aus dem Ei schlüpft. Wenn also eine Zecke einmal Babesien aufgenommen hat, sind alle nachfolgenden Stadien und Generationen mit Babesien befallen und können diese an Säugetiere weitergeben. Die Babesiose ist eine weltweit verbreitete Zoonose, sie kann beim Menschen unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. nach operativer Milz-Entfernung) tödlich sein.

Herzwurm
Der Herzwurm (Dirofilariose) wird ebenfalls von Zecken, aber auch von Flöhen und Stechmücken übertragen. Hunde sind die eigentlichen Wirte, bei denen eine Übertragung im Mutterleib auf die Welpen möglich ist. Die Filarien verursachen beim Hund nicht nur Schäden in den Lungenarterien, sie können auch das Herz, die Leber und die Nieren angreifen. Oft entstehen schon Schäden, bevor es zu Symptomen kommt. Der Mensch ist eher ein seltener Wirt.

Zecken: für den Menschen gefährlich!

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis
Aktuelle Nachrichten berichten in den wärmeren Monaten, auch unter dem Eindruck einer möglichen generellen Klima-Erwärmung sorgenvoll über den Vormarsche der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) durch Zecken. FSME kommt nur dort vor, wo eine Temperatur von 8°C nicht unterschritten wird. Sonst können die Erreger sich in der Zecke nicht entwickeln (vermehren). Dies ist bei uns auch auf Bergen, etwa ab ca. 800m der Fall. Bei der FSME handelt es sich um eine Virusinfektion, bei der Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark beteiligt sein können. Man schätzt, dass jährlich in Mitteleuropa ca. 1-2% der betroffenen Menschen sterben. Der Krankheitsverlauf ist biphasisch, d.h., dass zunächst (Phase 1) nach der Inkubationszeit grippe-ähnliche Symptome mit Fieber auftreten und dann die Symptome verschwinden können oder eine Woche später kommt es zum Ausbruch der längeren andauernden Meningo-Encephalitis (Phase 2) mit ihren typischen Erscheinungen. Einmal an der FSME erkrankt, besteht nur noch die Möglichkeit der symptomalen Behandlung. Geheilt werden kann sie dann nicht mehr. Als Prophylaxe besteht eine Impfmöglichkeit. Da jedoch Vorkommen und Verbreitung der FSME starken Schwankungen unterworfen sind, ist es sinnvoll, aktuelle Verbreitungskarten und Impfempfehlungen beim Robert Koch Institut (RKI) in Berlinunter folgender Internet-Adresse zu erfragen: http://www.rki.de.

Lyme-Borreliose
Epidemiologie Borrelien Die Lyme-Borreliose (Name vom Ort 'Lyme', Connecticut; USA) Wenn man von einer Zecke gestochen wurde, sollte man nach Tagen bis Wochen auf Rötungen an der Einstichstelle achten. Es ist möglich, dass die Erkrankung selbst erst nach einiger Zeit zum Ausbruch kommt; eine Ursachenfindung kann dann schwierig sein. Eine frühe Blutuntersuchung auf spezifische Antikörper ist unsicher.

Erregerreservoir für Borrelien sind kleinere Nagetiere und Rotwild. Die Lyme-Borreliose ist eine Multisystemerkrankung, das heißt, sie kann mehrere Organe (gleichzeitig) befallen: die Haut, die Gelenke, das Nervensystem, die Augen und das Herz. Aktuelle Informationen erfahren Sie auf der Homepager der 'Deutsche Borelliose Gesellschaft':

http://www.borreliose-gesellschaft.de und
http://www.borreliose-bund.de
Abb. 15: Epidemiologie der Borrelien

Der prinzipielle Weg der Borrelien ist in Abb. 15 dargestellt und weist 3 Wirte auf wie im Entwicklunszyklus der Zecke (Abb.5) schon beschrieben. Das Borreliose-Risiko ist besonders hoch in den Gebieten, die eine große Anzahl von Gelbhals- und Rötelmäusen aufweisen, denn das sind die Erregerwirte. Im Unterschied zu der Verbreitung der FSME-Viren kommen die Borrelien auch in kühleren Regionen vor.

In Deutschland schätzt man, dass etwa 60.000 Borreliose-Neuerkrankungen pro Jahr auftreten. Zurückgeführt werden die hohen Erkrankungszahlen u.a. auf das Freizeitverhalten der Menschen, das gestiegene Bewusstsein in der Bevölkerung und die verbesserten Diagnosemethoden.

Die Borreliose ist in großen Teilen Europas und in Nordamerika verbreitet.

Zecken können in Spezial-Laboratorien auf FSME-Viren und Borrelien-Bakterien hin untersucht werden z.B. http://www.labor-enders.de/425.0.html. Im Gegensatz zur Borreliose ist die Zeckenuntersuchung auf FSME von geringerer Bedeutung, da sich aus einer positiv getesteten Zecke keine therapeutische Konsequenz ergibt.

Vorsorgmöglichkeiten:
  1. beim Spaziergang nicht mit der Vegetation in Berührung kommen!
  2. helle, geschlossene Kleidung tragen, feste Schuhe, lange Hose und dicke Socken tragen, Hosenbeine in die Socken stecken, langärmeliges Hemd (Bluse o.ä.) ist ratsam.
  3. nach dem Aufenthalt in einem Zeckengebiet Zecken am Körper absuchen (lassen). Innerhalb von 24 Std. noch gefahrlos möglich,
  4. in der Haut verankerte Zecken mit der oben empfohlenen Pinzette herausziehen
  5. falls Eigenkontrollen nicht möglich, dann eine FSME-Impfung vor dem Aufenthalt im Risiko-Gebiet in Betracht ziehen.
  6. Auf Mittel, die der Abwehr von Insekten (sog. Repellentien) dienen, kann man sich nicht verlassen: Zecken wenden erst ihren Greifreflex an, erst dann orientieren sie sich mit ihren Sensillen. Nach eigenen Untersuchungen stört sie bei ihrer Körperwanderung kein Geruch eines Repellents. Es mag die Zeit bis zum Einbohren verlängern.




 

Aktuelles

 

:: 4. Internationaler Kopflauskongress

Sonntag, 13. Juni 2010 bis Freitag, 18. Juni 2010, Konferenzhalle des Mustafa Hotels, Ürgüp, Kappadokien / Türkei

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:: Zecken: für den Menschen gefährlich!

Alles Wissenswertes über Zecken. Vom Entwicklungszyklus, übertragbare Krankheiten bis zur richtigen Entfernung von Zecken.

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:: Gründung

Die Gesellschaft wurde im April 2009 von Experten aus Medizin, Psychologie und Rechtswissenschaften in Hamburg gegründet.

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